Wenn du finanziell erfolgreich sein möchtest, solltest du dich auch mit deinen Finanzen beschäftigen. Bevor du nämlich investierst, gilt es sich zunächst einen Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen. 

Das klingt nach Arbeit – und das ist es auch. Aber du wirst sehen, es macht auch Spaß! Vor allem, da du schnell einige Verbindlichkeiten identifizieren wirst, die du – ohne große Einschränkung deines Lebensstiles – einsparen kannst.  

1. Erstelle eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung

Zuerst solltest du sämtliche Einnahmen deinen Ausgaben gegenüberstellen. Die Einnahmeseite wird dabei sicherlich schnell erledigt sein. Die meisten Menschen haben hier ihr monatliches Gehalt und ggf. Kindergeld aufzuführen. 

Die größere Arbeit fällt sicherlich dafür an, sämtliche Ausgaben zu sichten: Miete, Lebensmittel, Auto, Versicherungen etc. – da kommt einiges zusammen. Ich empfehle, diese Aufstellung so detailliert wie möglich zu machen. Es macht nur wenig Sinn, deine Ausgaben in Miete, Lebensmittel und Sonstiges zu unterteilen. Je mehr Unterkategorien du hier bildest, desto eher kannst du identifizieren, wo dein Geld jeden Monat (unnötig) hinfließt. Die Arbeit wird sich lohnen.

Viele Banken bieten im Rahmen des Online Bankings eine Kategorisierung deiner Ausgaben bereits an. Es gibt aber auch Apps, die das für dich übernehmen. Bei Zuper hast du z.B. die Möglichkeit, sämtliche Konten einzubinden um so immer einen genauen Überblick zu haben. 

2. Einnahmen maximieren

Klar ist, wer mehr Einkommen erzielt, kann auch mehr investieren. Arbeitnehmer können ihr Arbeitseinkommen beispielsweise durch Gehaltserhöhungen oder Bonuszahlungen erreichen. 

Daneben solltest du dir aber auch andere Quellen aufbauen, die dir regelmäßige Einnahmen sichern. Beispiele hierfür sind:

  • Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren
  • Dividenden
  • Zinsen auf Sparguthaben, Festgeld, Anleihen, P2P Kredite oder Crowdivesting
  • Mieteinnahmen

Hierfür ist oftmals Startkapital notwendig und viele denke daher, dass sie mangels Kapital nicht investieren können. Dies ist aber ein Trugschluss, das man bereits mit geringen monatlichen Beträgen Vermögen aufbauen kann

3. Ausgaben reduzieren

Spartipps gibt es viele. Mein Ziel ist es zwar, möglichst viel Geld monatlich zur Verfügung zu haben, um dieses zu investieren. Anderseits möchte ich aber auch meinen Lebensstandard nicht großartig einschränken. Ich habe zwei Kinder, denen ich alles bieten möchte. Daher beschränke ich mich darauf, völlig unnötige Ausgaben zu reduzieren. Hier musst du selber sehen, wie weit du gehen möchtest. 

Ideale Sparmaßnahmen sind daher aus meiner Sicht vor allem:

  • Abonnements, die nur selten von dir genutzt werden
  • Versicherungsbeiträge: Oftmals sind viele überversichert oder haben unrentable Versicherungen mit hohen Provisionen und Kosten  abgeschlossen 
  • Nebenkosten: Es bietet sich an, regelmäßig Anbieter für Strom, Wasser, Gas etc. zu vergleichen und zu wechseln
  • Auto: Muss jede Strecke – und sei sie auch noch so klein – mit dem Auto zurückgelegt werden? Warum nicht einfach mal das Fahrrad nehmen?
  • Reisen: Frühbucherrabatte nutzen
  • Kontoführungsgebühren: Heutzutage ist es ohne Weiteres möglich, ein oder mehrere Konto (siehe auch unten) ohne Gebühren zu eröffnen
  • uvm…

4. Verteile clever

Nun bist du in der Lage zu sagen, welcher Betrag dir am Monatsende für Investitionen, deinen persönlichen Vermögensaufbau und damit für deinen Weg zur finanziellen Freiheit zur Verfügung steht. 

Moment…das ist ja komisch…auf dem Konto ist nicht der von dir berechnete Betrag, sondern viel weniger?

Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir dazu neigen, Geld, auf das wir ohne Weiteres zugreifen können, auch gerne ausgeben. Ich schlage daher vor, am Monatsanfang deine monatlichen Einnahmen auf mehrere Konten zu verteilen. Ich selbst habe 4 Konten:

a) Girokonto

Hier geht am Monatsende regelmäßig mein Gehalt ein. Ein Girokonto bringt heutzutage keine Zinsen. Daher schaue ich, dass ich die Einnahmen über Daueraufträge wie folgt verteile:

b) Familienkonto

Einen Teil überweise ich auf das sog. Familienkonto. Dasselbe macht übrigens auch meine Frau. Vom Gesamtbetrag zahlen wir alle laufenden Kosten wie Lebensmittel, Tilgungsraten für unser Haus, Nebenkosten, Auto, Versicherung etc.

c) Rücklagen-Konto

Es ist wichtig, dass man immer ein finanzielles Polster hat, sollten unvorhersehbare Dinge passieren. Hier bietet sich ein Tagesgeldkonto an, da man hier zumindest einen kleinen (derzeit allerdings eher einen sehr kleinen) Zinssatz erhält und auf das Geld aber unmittelbar im Bedarfsfall zugreifen kann. 

d) Investment-Konto

Den verbleibenden Betrag zahle ich auf mein Investment-Konto ein. Hier kann man – je nach Investment – selbstverständlich auch mehrere Konten haben (z.B. ein Depot für den Wertpapierhandel, ein Konto für Immobiliengeschäfte etc.). Dieser Betrag kann auch klein sein. Der Vorteil ist, ich kann diesen Betrag nun für mich arbeiten lassen und brauche das Geld nicht für meinen Lebensunterhalt (Familienkonto) oder unvorhersehbare Dinge (Rücklagen-Konto).

Nimm die Verteilung unbedingt am Monatsanfang vor. Man kann damit sicherstellen, dass die gesteckten Spar-, Konsum- und Investitionsziele erreicht werden! 

Welchen Prozentsatz deiner Einnahmen du auf welches Konto einzahlst hängt von dir und deiner persönlichen Situation ab. Daher ist es auch so wichtig, sich einen guten Überblick die finanzielle Lage zu verschaffen. Denn nur wenn du weißt, was dir monatlich zur Verfügung steht, kannst du eine sinnvolle Verteilung vornehmen.  

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