Wer träumt nicht von einem Leben in finanzieller Freiheit. Nicht fünf Tage die Woche zur Arbeit zu gehen und den Großteil seiner kostbaren Lebenszeit damit zu verbringen, für andere zu arbeiten.

Finanziell frei ist man dann, sobald man von passiven Geldströmen aus den Investments leben kann. Dann ist man nicht mehr gezwungen einer abhängigen oder selbständigen Beschäftigung nachzugehen, sondern kann das tun, was man immer schon machen wollte.

Finanzielle Freiheit – fast jeder hätte dies gerne, aber nur die Wenigsten tun etwas dafür. Dabei muss jeder, der finanzielle Freiheit anstrebt, seine Finanzen selbst in die Hand nehmen.

Die meisten Menschen, die ich kenne, nehmen sich hierfür keine Zeit. Die einen sind zu sehr mit den Herausforderungen des Alltags beschäftigt. Wer beispielsweise 40 Stunden pro Woche einer abhängigen Beschäftigung nachgeht (mit Überstunden und Fahrzeiten sind es fast immer deutlich mehr), dem fehlt hierfür oftmals die Zeit und auch Kraft, sich nach einem langen Arbeitstag mit einem vermeidlich komplexen Thema auseinander zu setzen.

Wer sich nicht kümmert zahlt!

Bestenfalls rafft man sich dazu auf, einen Termin mit seiner Hausbank oder einem „unabhängigen“ Finanzberater zu vereinbaren und sich zu den Themen Vermögensaufbau, Altersvorsorge und Geldanlage beraten zu lassen.

Selbstverständlich erbringt die Hausbank bzw. der Vermögensberater die Beratungsdienstleistung nicht umsonst. Auch wenn der eigentliche Beratungstermin nicht berechnet wird, so zahlt der unbedarfte Kunde die Leistung bei Vertragsabschluss. Dies erfolgt regelmäßig dadurch, dass die gekauften Produkte Provisionen, Transaktionskosten oder Gebühren verursachen, die offen (oftmals auch versteckt) durch den Kunden gezahlt werden.

Beliebt ist der Verkauf von aktiv verwalteten Investmentfonds, die eine hohe Rendite versprechen. Hierbei stellt ein Fondsmanager das Portfolio zusammen, kauft und verkauft die zugrundeliegenden Vermögenswerte (z.B. Aktien) – daher aktiv. Diese Dienstleistung lässt er sich bezahlen. Die jährlichen Kosten betragen oftmals zwischen 1,5 und 2% des angelegten Betrages. Das bedeutet jedoch, dass der Fonds mindestens schon einmal so erfolgreich sein muss, um dieses Kosten einzuspielen. Erwirtschaftet der Fons beispielsweise eine Jahresrendite von 4%, blieben dem Anleger nach Abzugs der Verwaltungskosten nur noch 2% übrig.

Zudem ist beim Verkauf des Fonds oftmals ein sog. Ausgabeaufschlag zu zahlen. Dieser dient zur Deckung der Beratungs- und Vertriebskosten und geht daher direkt an den Fondsvermittler oder Fondsverkäufer.

Hingegen werden Finanzprodukte, die vielleicht eine ähnliche oder gar bessere Rendite erzielen, aber der Bank oder dem Vermögensberater keine Provision etc. einbringen, eher selten zum Kauf empfohlen – das ist nur verständlich, da die Bank natürlich etwas verdienen muss.

Derjenige, der seine Finanzen also nicht selbst in die Hand nimmt, zahlt somit die Boni der Bänker. Des Weiteren geht durch die teilweise sehr hohen Gebühren und Provisionen Kapital verloren, dass viel sinnvoller zum privaten Vermögensaufbau genutzt werden könnte.

Nimm deine Finanzen selbst in die Hand! Es geht so einfach

Dabei kann es so einfach sein, selber für sich die richtigen Produkte auszuwählen und somit die Kosten der Bank oder des Vermögensberaters zu sparen.

Um dem Traum von finanzieller Freiheit näher zu kommen, ist jedoch nicht nur die Auswahl der richtigen Anlageprodukte notwendig. Es ist vielmehr entscheidend, weitere aktive oder passive Einkommensströme aufzubauen und mit dem erwirtschafteten Geld so hauszuhalten, dass man regelmäßig Investieren kann. Sich zu sehr einzuschränken und an allen Ecken und Enden zu sparen ist aus meiner Sicht aber nicht der richtige Weg dazu. Was nützt es mir, dass ich 30 Jahre nur gespart habe, um dann vom angesparten Vermögen leben zu können? Ich bevorzuge es, auch die 30 Jahre der Ansparphase zu leben.

Doch was konkret kann man tun, um finanziell frei(er) zu werden, ohne dabei den Lebensstil stark zu beschränken?

Grundsätzlich sind hierfür drei Punkte maßgeblich:

  1. Geld verdienen
  2. Ausgaben reduzieren
  3. Überschuss investieren

Geld verdienen

Die meisten Menschen verdienen ihr Geld mit aktiver Arbeiter. Aktiv deshalb, weil viel Zeit investiert werden muss, um dieses Einkommen zu erzielen. Da sind zum einen die Arbeitnehmer, die fünf Tage die Woche ins Büro, auf die Baustelle oder anderswo hinfahren um anderen zu dienen. Eine weitere Gruppe sind die Selbständigen, die zwar ihr eigener Chef sind aber mitunter noch viel mehr arbeiten müssen als die Angestellten.

Um dem Ziel der finanziellen Freiheit näher zu kommen, benötigt man sog. passives Einkommen. Hierunter sind Geldflüsse zu verstehen, die nicht aus aktiver Arbeit generiert werden. Vielmehr fließen diese unabhängig von der eigenen Zeitinvestition zu.

Beispielsweise kann passives Einkommen dadurch erzielt werden, indem man ein Buch veröffentlicht und durch die Verkäufe kontinuierlich Geld einnimmt. Das sog. „Affiliate Marketing“ ist ein anderes Beispiel. Hier betriebt man einen Blog oder eine Website, schaltet Werbung und generiert durch die Vermittlung von Webseitenbesuchern an Unternehmen Einnahmen (Provision). Hierbei gilt es aber auch zu beachten, dass es ein langer Weg bis zur Generierung passiver laufender Einnahmen ist, da meistens vorher viel Arbeit notwendig ist (das Buch muss ja erst einmal geschrieben werden).

Deutlich weniger aktive Arbeit muss man aufwenden, wenn Einkommen durch Geldanlage erwirtschaftet wird. Hier kommen Investitionen in Immobilien, Aktien, Indexfonds oder Anleihen infrage.

In Mode sind derzeit auch Geldanlagen im Rahmen des sog. Crowdinvesting. Hierbei haben – neben den klassischen professionellen Investoren (z.B. Banken oder Venture Capital) – auch Privatanleger die Möglichkeit in Start-ups oder Immobilien zu investieren. Besonders reizvoll ist die Tatsache, dass hierfür keine großen Beträge notwendig sind.

Großer Beliebtheit erfreuen sich derzeit auch sog. P2P (peer-to-peer) Kredite, bei denen Privatpersonen Kreditsuchenden kleinere private Kredite gewähren und dafür stattliche Zinsen erhalten (5-10%).

Möglichkeiten für passives Einkommen:

  • Aktien, Anleihen, Fonds und ETFs mit Dividenden
  • Immobilien mit Mieteinnahmen
  • Crowdinvesting
  • Vergabe von (Privat-)Krediten
  • Lizenzen
  • Affiliate Marketing
  • uvm.

Ob es einem gelingt, nie wieder arbeiten zu müssen und ausschließlich von passivem Einkommen leben zu können erscheint fraglich. Möglich ist es! Aber auch wenn es nicht angestrebt wird, weil man sich nicht zu sehr einschränken möchte macht es durch aus Sinn, sich näher mit diesem Thema zu beschäftigen. Schließlich ist es doch auch von Vorteil, wenn man weitere Einkommensströme für sich auftut und somit sein Vermögen vermehrt.

Ausgaben reduzieren

Klar ist: Man kann nur dann Vermögen aufbauen, wenn man mehr einnimmt als man ausgibt. Es ist daher notwendig, einen Teil des verdienten Geldes zu sparen.

Nur derjenige, der sich detailliert mit seinen Ausgaben auseinandersetzt, kann Einsparungspotential identifizieren. Hierzu sollte man sich folgende Fragen beantworten:

  • Was kann ich einsparen, um es zu investieren?
  • Wie hoch sollte mein Puffer für Unerwartetes sein?
  • Wo können einfach Kosten eingespart werden, ohne die Lebensqualität zu verschlechtern?

Wieviel gespart werden kann, muss jeder für sich selbst entscheiden. Sparen kann aber auch bedeuten, sich von Gegenständen zu trennen, die viel kosten und einfach substituiert werden können. Ist das (zweite) Auto wirklich notwendig?

Überschuss investieren

Je früher man damit beginnt, Überschüsse zu erwirtschaften und diese zu investieren, desto schneller erreicht man den persönlichen Vermögensaufbau. Dies liegt vor allem am sog. Zinseszinseffekt.

Das folgende Beispiel zeigt den großen Vorteil dieses Effektes. Nehmen wir an, dass heute ein Betrag von 100 EUR zu 5% jährlich angelegt wird.

  • Nach dem ersten Jahr hat sich das Vermögen auf 105 EUR vermehrt.
  • Nach zwei Jahren beträgt das Vermögen 110,25 EUR
  • Nach drei Jahren 115,76 EUR
  • Nach 10 Jahren 163 EUR
  • Nach 20 Jahren 265 EUR

Ohne den Zinseszinseffekt würde das Vermögen nur 200 EUR betragen. Ein Unterschied von 65 EUR.

Dies liegt daran, dass nicht nur der ursprüngliche Anlagebetrag verzinst wird, sondern auch die Zinsen, die pro Jahr erzielt werden. Der Effekt ist umso größer, je früher das Geld investiert wird.

Um eine sinnvolle Geldanlage zu finden, ist heutzutage kein Bankbesuch mehr notwendig. Das angesparte Geld kann jedermann über das Internet in Aktien, Fonds, ETFs, P2P Kredite, Start-up oder Immobilien mittels Crowdinvesting investieren.

Fazit

Viele sprechen von finanzieller Freiheit – eine sicherlich schöne Vorstellung. Um diese zu erlangen ist es aber auch notwendig, Geld in größerem Maße zu sparen und seinen Lebensstil sehr stark einzuschränken.

Wer sich – wie ich auch – nicht zu sehr einschränken und das Leben in vollen Zügen genießen möchte, wird vielleicht niemals finanziell frei werden, d.h. er wird es nicht erreichen, von seinem Vermögen ohne aktive Arbeit leben zu können. Das muss aber auch gar nicht das Ziel sein. Es kann ja auch genügen, die passiven Einkommensströme durch kluge Investitionen zu maximieren um im gleichen Umfang die aktive Arbeit zurückzufahren. Ggf. kann man es sich dann leisten, nur 3 Tage die Woche arbeiten zu müssen.

Daher sollte sich jeder individuell überlegen, was finanzielle Freiheit für sein Leben bedeutet und wie wichtig diese einem ist. Zudem ist es wichtig, sich klare Ziele zu setzen und diese dann konsequent zu verfolgen. Und vor allem ist es wichtig, nicht damit zu warten sondern heute – ja genau heute – damit anzufangen.

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