Letzte Woche habe ich erklärt, was man unter P2P (Peer-to-Peer) Krediten überhaupt versteht. Aufgrund der hohen Verzinsung bieten diese derzeit eine äußerst lukrative Möglichkeit für die Erzielung von passivem Einkommen. Nun möchte ich mich damit beschäftigen, wie man die Risiken bei der Investition in P2P Kredite reduziert.

Die Hauptrisiken bei P2P Krediten sind aus meiner Sicht:

  • Zahlungsausfall des Kreditnehmers
  • Falsche Bonitätseinschätzung durch die P2P Plattform
  • Insolvenz der P2P Plattform

1. Investiere nur einen Teil deines Vermögens in P2P Kredite

Wie bei allen Investitionsmöglichkeiten gilt es auch hier, das Risiko zu streuen und nur einen Teil deines Vermögens oder Einkommens in P2P Kredite anzulegen.

Da es sich bei P2P Krediten um eine riskante Anlageform handelt habe ich für mich entschieden, ca. 10% meiner gesamten Investitionen in den P2P Markt zu tätigen.

Wie viel du investierst, hängt von deiner individuellen Risikobereitschaft ab. Es ist sinnvoll, sich vorher zu überlegen, welchen Betrag du hierfür vorsiehst und diesen dann zu investieren. Die hohen Zinsen sind verlockend. Auch die Tatsache, dass die verschiedenen P2P Plattformen tägliche Auswertung zu den erhaltenen Zinsbeträgen liefern motiviert zusätzlich, weiteres Kapital in P2P Kredite anzulegen.

Lass dich von guten Anlageergebnissen daher nicht dazu hinreißen, mehr zu investieren als du dir als Limit gesetzt hast.

2. Starte mit kleinen Beträgen und sammle Erfahrung

Gerade wenn du Anfänger im P2P Lending bist, solltest du dich zunächst einmal mit der P2P Plattform vertraut machen. Ideal ist es aus meiner Sicht dazu, zunächst mit einem kleineren Betrag (z.B. 100 EUR) zu starten.

Starte langsam, investiere in einen Kredit nach dem anderen und lass dich nicht von der Euphorie packen. Teste dann auch den sog. „Autoinvestor“ – eine Funktion, die dein Geld automatisch für dich in P2P Krediten anlegt. Schon bald wirst du genug Erfahrungen gesammelt haben, um in Zukunft mit größeren Beträgen gute Investment-Entscheidungen treffen zu können.

3. Diversifiziere

Wer in P2P Kredite investiert, sollte besonders diese Regel beachten:

Setze nicht alles auf eine Karte!

Wie bereits erläutert sind P2P Kredite mit Risiken verbunden. So kann es beispielsweise vorkommen, dass der Kreditnehmer zahlungsunfähig wird und du das geliehene Geld nicht zurückbekommst.

Wenn du dein gesamtes Geld nur einem Schuldner geliehen hast, führt dies dazu, dass du dann einen Totalausfall erleidest.

Auch eine zu geringe Diversifikation ist nicht empfehlenswert. Gehen wir beispielweise davon ausgehen, dass du insgesamt 600 EUR in nur 3 Krediten zu je 200 EUR angelegt hast. Gehen wir ferner davon aus, dass einer dieser drei Kredite komplett ausfällt. Da du 600 EUR auf alle 3 Kredite aufgeteilt hast, bist du nun mit 33% im Minus. Es ist damit unmöglich, mit den anderen beiden Krediten das verloren Geld wieder gutzumachen.

Deshalb solltest du aus meiner Sicht auf jeden Fall die Mindestinvestition je Kredit der einzelnen Plattformen nutzen.

Bei Mintos beispielsweise sind das 10 EUR pro Kredit. Wenn du 600 EUR auf deinen Mintos Account überwiesen hast, kannst du somit in 60 Kredite investieren und dein Risiko damit deutlich breiter streuen.

Damit ist dein Risiko deutlich minimiert, da du höchstens 10 EUR pro Kredit verlieren kannst. Es ist daher wichtig, bei der Auswahl der P2P Plattform darauf zu achten, dass die Mindestanlage je Kredit nicht zu hoch ist.

4. Nutze verschiedene P2P Plattformen

Es gibt sehr viele Anbieter von P2P Plattformen – i.d.R. haben aber alle ähnliche Geschäftsmodelle. Die bekanntesten Anbieter findest du hier.

Viele Anbieter sind noch sehr jung am Markt und versprechen sehr attraktive Renditen. Wie sicher diese Anbieter sind, ist offen. Mir ist zwar nicht bekannt, dass eine der bekannteren Plattformen zahlungsunfähig geworden ist. Dies mag aber auch daran liegen, dass wir uns noch in einer allgemeinen wirtschaftlichen Wachstumsphase befinden. Wir sich das in einer Krise verhält, bleibt abzuwarten.

Auch hier gilt es wieder einmal klug zu diversifizieren. Man sollte sein Geld daher auf mindestens zwei, besser drei oder mehr Plattformen verteilen.

Ein Beispiel könnte es sein, einen Teil bei auxmoney – einem deutschen Anbieter – und den anderen Teil bei Mintos anzulegen. Das hat den Vorteil, dass man zum einen von der Sicherheit des größten P2P Anbieters in Deutschland, auxmoney, profitieren kann. Zum anderen profitiert man von höheren Renditen des Anbieters Mintos.

5. Fazit

P2P Kredite sind eine eher riskante Anlagemöglichkeit. Aufgrund der hohen Renditechance ist es aus meiner Sicht aber dennoch sinnvoll, einen Teil seines Geldes in P2P Kredite zu investieren. Ich selbst habe mir als Limit 10% meines Investitionsbetrages gesetzt. Dieses gilt es nun sinnvoll auf verschiedene Plattformen und Kreditnehmer zu verteilen.

Bist du bereites ebenfalls investiert?

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2 thoughts

  1. Hallo Oliver,
    genau meine Vorgehensweise.
    Angefangen habe ich bei Mintos mit 30€ im Monat, maximal 10€ je Kredit.
    Per Dauerauftrag monatlich erweitert. Und im Dezember mit meinem Weihnachtsgeld auf meine persönlichen 10% aufgestockt.
    Es läuft alles über Autoinvest und nur mit Rückkaufgarantie.
    Das Risiko sollte man sich aber immer vor Augen halten.

    Jetzt werden aber erst einmal die anderen Risikoklassen weiter aufgebaut.

    Liebe Grüße Andrea

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