Dass die gesetzliche Rente für alle diejenigen, die in 20 Jahren in Rente gehen, nicht ausreichen wird, wissen oder ahnen fast alle. Umso erstaunlicher finde ich, dass dennoch nur wenige in meinem Bekanntenkreis konsequent etwas für ihre Altersvorsorge tun.

Gründe gibt es viele: Ein neues Auto, ein Urlaub, der neue Flatscreen usw. Auch fehlt es an Interesse und Bereitschaft, sich mit seinen Finanzen zu beschäftigen. Dies liegt vor allem auch daran, dass dieses Thema als komplex und riskant wahrgenommen wird.

Einige sind auch der Meinung, dass sie mit einer privaten Lebensversicherung oder einer Riester-Rente ausreichen abgesichert ist.

Das mit der Rente wird schon…

Im folgenden möchte ich 7 Gründe aufzeigen, weshalb sich JEDER Gedanken zu seiner Altersvorsorge machen sollte – je früher desto besser.

7 Gründe, warum du dich selbst um deine Altersvorsorge kümmern solltest

1. Die Versorgungslücke

Während früher die Menschen einigermaßen gut von der staatlichen Rente leben konnten, wird sie zukünftig lediglich eine Grundsicherung im Alter bieten. Alleine wird sie bei Weitem nicht reichen, dass wir damit unseren Lebensabend ausklingen lassen können. Je nach eigenem Anspruch kann sich eine große Lücke auftun.

Um im Alter seinen Lebensstandard annähernd zu halten, muss man zwingend privat vorsorgen. Das Niveau der staatlichen Rente wird von 48,1 Prozent im Jahr 2018 nach Prognosen auf 43 Prozent vor Steuern im Jahr 2030 absinken.

Nur der private Vermögensaufbau kann sicherstellen, dass die Lücke zwischen der staatlichen Rente und dem gewünschten Lebensstandard nicht zu groß wird…

2. Inflation – steigende Preise

Jedes Jahr steigen die Preise. Anders ausgedrückt: Unser Geld verliert von Jahr zu Jahr an Wert (derzeit ca. 2% pro Jahr). Bei einer Inflationsrate von durchschnittlich 2 Prozent sind 3.000 Euro heute in 20 Jahren nur noch 2.019 Euro wert. Das sollte man bedenken, wenn man die jährliche Rentenmitteilung von der Deutschen Rentenversicherung Bund erhält…

Das zeigt anderseits auch wie wichtig es ist, dass wir unser Geld investieren und nicht nur „unter dem Kopfkissen“ lagern. Wer nicht in Anlagen mit mindestens 2% Rendite investiert, der kann dabei zuschauen, wie sein Geld an Wert verliert.

Aktien beispielsweise liefern durchschnittliche Renditen von 5-10%. Investiert man die o.g. 3.000 Euro langfristig in eine Anlage, die „nur“ 4 Prozent Rendite bringt, bleiben nach Abzug der Inflationsrate noch 2 Prozent Rendite pro Jahr übrig. Dies ließe die 3.000 Euro inflationsbereinigt auf 4.458 Euro anwachsen.

3. Steigende Lebenserwartung

Wir werden immer älter. Lag die Lebenserwartung laut Weltbank 1990 bei 75,2 Jahren, ist sie bis 2016 auf 81 Jahre gestiegen.

Aufgrund des medizinischen Fortschritts und auch Entwicklungen wie beispielsweise gesündere Ernährung erleben wir tendenziell unser Rentnerdasein auch bei besserer Gesundheit. Das bedeutet, dass wir auch noch in höherem Alter Reisen, Shopping oder die schönsten Golfplätze weltweit genießen möchten. Hierfür brauchen wir aber auch die entsprechenden finanziellen Mittel…

4. Höhere Gesundheitsausgaben

Die Ausgaben für Gesundheit sind in den vergangenen Jahren in Deutschland kontinuierlich angestiegen. Diese Entwicklung wird sich sicher fortsetzen.

Gesundheit ist ein gutes Geschäft für die Unternehmen. Sie hat ihren Preis. Wer also im Alter immer noch gut versorgt sein will, muss sich eine entsprechend solide Absicherung leisten können.

5. Früh anfangen lohnt sich

Es gilt: Je früher desto besser. Wer früh anfängt, kann mit monatlich kleinen Beträgen viel erreichen. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob man 35 Jahre für die Altersvorsorge spart oder nur 15 Jahre.

Wer monatlich 100 Euro über die Dauer von 15 Jahren bei einer Verzinsung von 5% anspart, der hat nach Ablauf der 15 Jahre 26.595 Euro angespart. Führt man den Sparplan hingegen 30 Jahr, so kommen 81.885 Euro zusammen.

6. Zinseszinseffekt

Wenn man sich das obige Beispiel zur Länge des Sparplans anschaut, erkennt man schnell, dass sich das angesparte Vermögen bei doppelter Laufzeit nicht nur verdoppelt, sondern sogar verdreifacht.

Dies liegt am Zinseszinseffekt. Dieser sorgt dafür, dass man für eine längere Spardauer zusätzlich belohnt wird. Er leistet einen ganz entscheidenden Beitrag zur Altersvorsorge.

Je höher die jährliche Rendite, desto größer fällt der Zinseszinseffekts aus. Es kann sich daher sehr lohnen, langfristig – z.B. über ETF Sparpläne – in Aktien investiert zu sein.

7. Du kannst ruhiger schlafen und ggf. früher in Rente gehen

Wer privat gut vorsorgt und Vermögen aufbaut, kann entspannter ins Alter blicken. Wer kontinuierlich Vermögen aufbaut, kann ggf. auch früher aufhören zu arbeiten oder zumindest die Arbeitszeit reduzieren, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Dies geht allerdings nur dann, wenn man beispielsweise durch Dividenden weitere Einkommensströme aufgebaut hat und nicht mehr nur auf das Gehalt angewiesen ist…

Fazit

Du siehst also, dass es sehr gute Gründe dafür gibt, die Altersvorsorge schon früh in die eigenen Hände zu nehmen. Wer sich jetzt keine Gedanken darüber macht, wird im Alter eine böse Überraschung erleben.

Dabei ist die private Geldanlage kein Hexenwerk. Wie du mit wenig Aufwand schnell und einfach beginnst, kannst du hier nachlesen.

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