Niemand kann verlässlich vorhersagen, ob die Kurse an den Märkten kurzfristig steigen oder fallen. Nur eines ist sicher: Langfristig führten Aktien in der Vergangenheit immer zu einer positiven Jahresrendite von 7-10%. Hierbei gilt es aber auch zu beachten, dass es sich dabei um die durchschnittliche Jahresrendite handelt. Es gab immer wieder Zeiten, wo Privatanleger mitunter herbe Verluste hinnehmen mussten (z.B. während der Finanzkrise).

In letzter Zeit hört man leider öfter das Angst einflößende „R-Wort“. Es mehren sich die Pessimisten und prophezeien eine sich ankündigende Rezession. Ich persönlich glaube nicht, dass es in absehbarer Zeit dazu kommt, dafür erscheint mir das Wachstum noch stark genug. Ausgeschlossen ist es freilich jedoch nicht. Und irgendwann wird es wieder soweit sein – das gehört bei einer Marktwirtschaft leider dazu!

Gerade Wachstumswerte sind besonders stark vom Auf und Ab der Börse betroffen. Anleger, die eher eine Dividendenstrategie verfolgen und auf Unternehmen setzen, die regelmäßig hohe Dividenden ausschütten, können in turbulenten Börsenzeiten oftmals besser schlafen. Denn solide Dividendenpapiere trotzen regelmäßig den wirtschaftlichen Abschwüngen besser als hoch zyklische Wachstumswerte.

Die Auswahl an Dividendenaktien ist groß. Procter & Gamble, AT&T, Altria und viele mehr finden sich regelmäßig im Depot von Dividendenjägern. Heute möchte ich mich etwas genauer mit zwei anderen Werten beschäftigen – einer Aktie, die ich mir kürzlich selbst ins Depot gelegt habe und eine Aktie, die bei mir seit kurzem auf der Watchlist steht.

1. Microsoft

Wer an einen starken Dividendenwert denkt, hat nicht unbedingt Microsoft an oberster Stelle seiner Einkaufsliste. Microsoft wird von vielen als Technologiewert betrachtet, der eher für hohe Kursgewinne (aber auch -verluste) sorgt. Techwerte gelten als volatil.

Auch wenn Microsoft nicht zu den Dividenden-Aristokraten zählt (also Unternehmen, die seit 25 Jahren oder mehr kontinuierlich ihre Dividende gesteigert haben), ist Microsoft aus meiner Sicht ein sehr sicherer Dividendenzahler.

Seit 2004 zum ersten Mal eine Dividende an die Anleger ausgeschüttet wurde, hat Microsoft die Dividende jedes Jahr gesteigert. Derzeit beträgt die Dividendenrendite knapp 2,25%.

Zu beachten ist außerdem, dass die Ausschüttungsquote derzeit bei ca. 40% des Gewinns liegt. Damit bleibt Microsoft – trotz Steigerung der Dividende – immer noch ein sehr großer Teil, um weitere Investitionen zu tätigen und somit – neben der Dividende – auch für Steigerungen des Aktienkurses zu sorgen.

Dies ist vor allem durch die sehr gute Marktpositionierung von Microsoft möglich, besitzt man doch einen Marktanteil von 82% bei den Desktop-Betriebssystemen weltweit. Zudem sorgt Microsoft Office für einen kontinuierlichen Cashflow.

Ich finde Microsoft aber besonders wegen der strategisch hervorragenden Positionierung beim hoch lukrativen Cloud-Computing interessant. Die Umsätze in diesem Bereich stiegen im zweiten Quartal um 48% auf 9 Mrd USD. Zeitgleich wurde die Marge um 5% auf 62% erhöht.

Die einzigartige Erfolgsgeschichte kann auch aus dem Chart abgelesen werden.

2. Honeywell

Honeywell International Inc. ist ein global agierender Technologie-Konzern, der in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automatisierungs- und Kontrolltechnik für Gebäude, Automobilzubehör, Energieerzeugung, Spezialchemikalien, Fasertechnik, Plastik und Elektronik tätig ist.

Die von Honeywell angebotenen Produkte sind in vielen Industriezweigen vertreten. So beliefert das Unternehmen die Automobilindustrie mit Turboladern, sorgt für effiziente Gebäudelösungen, bietet Überwachungssysteme für industrielle Anlagen und produziert und vermarktet hochwertige Feinchemikalien für zahlreiche Industrien.

Ich habe Honeywell auf meine Watchlist genommen, da der Zeitpunkt für einen Einstieg günstig sein könnte:

  • Das Unternehmen hat die Restrukturierung seiner Unternehmensteile erfolgreich abgeschlossen
  • Einer der größten Wettbewerber, GE, kämpft mit einem gewaltigen Schuldenberg
  • Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Honeywell mit den höchsten Gewinnmargen in mehr als zwei Jahrzehnten
  • Honeywell hat in den letzten 8 achten verlässlich die Dividende gesteigert
  • Seit 26 Jahren gab es keine Dividendensenkung 
  • Die Dividendenrendite beträgt knapp 2,2%
  • Die Ausschüttungsquote liegt lediglich bei ca. 35% bezogen auf den Gewinn, bei 42% bezogen auf den Free Cashflow und ist damit ebenfalls sehr niedrig gehalten

Der Kurs liegt derzeit knapp 7% unter dem Jahreshoch. Schaut man jedoch den Chart an sieht man schnell, wo die Reise hingeht. Ein Einstieg könnte sich daher jetzt lohnen.

Fazit

Ich suche für meine Investitionen immer Unternehmen, die wachsende Dividenden ausschütten, dauerhafte Wettbewerbsvorteile und vertretbare Ausschüttungsquoten haben. Sollte es tatsächlich zu einem Abschwung kommen, rechne ich damit, dass diese Unternehmen weniger stark davon betroffen sein werden und sich die Kursverluste in Grenzen halten. Durch die quartalsweise Dividende erhalte ich als Anleger auch in turbulenten Börsenzeiten weiterhin eine schöne Rendite.

Hinweis

Dieser Beitrag stellt nur meine persönliche Meinung dar. Es handelt sich nicht um eine Kaufempfehlung oder Anlageberatung. Falls du dich für diese Aktien interessierst empfehle ich dir daher, dich ausreichend an geeigneter Stelle zu informieren.

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