Defensive Dividendenaktien sind nicht nur etwas für Ruheständler. Viele von uns träumen doch vom sog. „Passiven Einkommen“, also Einkommen, das regelmäßig auf dem Konto eingeht, ohne dass man dafür etwas tun muss.

Dividendenaktien bieten sich hierfür an. Denn mithilfe von regelmäßigen Ausschüttungen kann man schließlich nicht nur die Rentenkasse auffüllen, sondern insgesamt für einen angenehmen monatlichen Cash Flow sorgen.

Das Schöne an diesen oftmals langweilig wirkenden Unternehmen ist, dass diese oftmals stabile oder gar steigende Dividenden ausschütten und zusätzlich vor zyklischen Abverkäufen schützen. Dies kann in turbulenten Zeiten Gold wert sein (siehe den erneuten Kurseinbruch aufgrund der jüngsten Ankündigung neuer Strafzölle auf chinesische Waren durch Herrn Trump…).

Heute möchte ich mir daher zwei defensive Dividendenaktien aus Deutschland anschauen, die gleichzeitig eine besonders hohe Dividendenrendite aufweisen.

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Deutsche Euroshop

Die erste interessante Dividendenaktie ist die der Deutschen Euroshop (WKN: 748020). Hierbei handelt es sich um eine Investmentgesellschaft, die sich ausschließlich auf ertragsstarke Shoppingcenter konzentriert. Sie erschließt sich über ihre Beteiligungen ein Immobilienportfolio bestehend aus zahlreichen Shoppingcentern in Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien und  Ungarn, wobei der Schwerpunkt auf Investitionen in Deutschland liegt.

Die Deutsche Euroshop gehört zu den verlässlicheren Dividendenaktien. Seit dem Börsengang zu Beginn des Jahrtausends hat das Unternehmen bislang noch nie die Dividende gekürzt, sondern stets zumindest konstant gehalten. Zudem wurde sie insgesamt achtmal erhöht.

Trotz dieser Erfolgsgeschichte ist die Aktie bei Investoren derzeit nicht besonders beliebt. Die Aktie des Unternehmens ist innerhalb der vergangenen Jahre von in der Spitze 48,00 Euro auf das derzeitige Kursniveau von 24,60 Euro (01.08.2019) gesunken – der Kurs hat sich mithin also halbiert, und das trotz dieser stabilen Dividendenzahlungen.

Dividendeninvestoren können sich also freuen, führte der Kursfall zu einer inzwischen sehr günstigen Aktie mit einer Dividendenrendite von über 6%. Das aktuelle KGV beträgt 12,8.

Hamborner REIT

Eine zweite spannende Aktie könnte der Hamborner REIT (WKN: 601300) sein. Auch hierbei handelt es sich um ein Immobilienunternehmen, besser gesagt um einen steuerprivilegierten Real Estate Investment Trust (REIT).

Der Hamborner REIT verfügt über ein bundesweit gestreutes Immobilienportfolio von ca. siebzig Objekten. Den Schwerpunkt des Bestandes bilden Einzelhandelsflächen in zentralen Innenstadtlagen  deutscher Großstädte und Mittelzentren. Darüber hinaus umfasst der Immobilienbestand hoch frequentierte Fachmärkte und profitable Bürohäuser, sowie Praxisflächen, Wohnungen und Stellplätze an diversen Standorten in Deutschland. 

Wie die Deutsche Euroshop zählt auch der Hamborner REIT zu den besonders zuverlässigen Dividendenaktien. Seit 2000 wurde die Dividende nicht gesenkt, sondern gar von anfangs 0,27 Euro je Anteilsschein auf derzeit 0,46 Euro je Aktie angehoben.

Aufgrund der steuerlichen Privilegierung als REIT wird sichergestellt, dass die Gewinne auf Unternehmensebene nicht versteuert werden müssen. Im Gegenzug sind REITs verpflichtet, mind. 90% der Gewinne an die Aktionäre auszuschütten. Somit sollten hohe Dividendenzahlungen auch in Zukunft sichergestellt sein.

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Zuverlässige Ausschüttungen – aber wenig Kursfantasie

Der Immobilienbereich ist bekannt für langfristig stabile Erträge sowie für oftmals sichere Dividendenerträge. Beide Unternehmen sollten auch in Zukunft hohe Dividenden ausschütten. Die Aktien könnten daher sehr gut in ein Dividendendepot passen.

Wer seinen Fokus jedoch nicht nur auf Dividenden legt, der sollte sich ein Investment in diese Aktien genau überlegen. Der Aktienkurs des Hamborner REITs ist innerhalb der letzten drei Jahre um knapp 14% gesunken, der Kurs der Deutschen Euroshop hat im gleichen Zeitraum 42% eingebüßt…

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Hinweis: Es handelt sich hierbei lediglich um meine Einschätzung als Privatanleger und keinesfalls um eine Anlageberatung oder Kaufempfehlung. Der Beitrag dient ausschließlich Informationszwecken.

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4 thoughts

  1. Hast Du eine Erklärung warum der Kurs der Hamborner Reit in den letzten drei Jahren gefallen ist? Durch die niedrigeren Zinsen müssten doch die Aussichten bei der Refinanzierung immer besser sein und die Aussichten entsprechend positiv. Leerstand gibt es auch kaum, bei einem REIT erwarte ich nicht unbedingt Kurssprünge. Viele Grüße, Matthias

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  2. Mit Blick auf eine längerfristige Perspektive bin ich skeptisch gegenüber Unternehmen, deren Aktienkurs sinkt und die trotzdem eine stetig steigende Dividende auszahlen.
    Ich habe mal gelernt, dass Unternehmen günstigerweise Dividenden anteilig aus dem erwirtschafteten Gewinn auszahlen und nicht aus dem finanziellen Bestand (wie z.B. die Telekom).
    D.h. ich würde bei Unternehmen mit fallendem Aktienkurs und steigender Dividende ganz besonders die Entwicklung des Umsatzes und der Gewinnsituation (und andere Parameter) beobachten, um vielleicht die Ursache für die Kursentwicklung zu erkennen.

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